Echoes in Ink

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ECHOES IN INK 2026 – Einladung für Schulen: Kreativer Projekttag

Im Jahr 2026 heißt es wieder: Geschichte kreativ erleben und Erinnerung lebendig gestalten! Der Jugend- & Kulturprojekt e.V. lädt Schulen herzlich zum Projekttag „ECHOES IN INK 2026 – Die Kunst des Erinnerns“ ein. Das kostenfreie Angebot richtet sich an Schüler*innen der Klassenstufen 7 bis 12 und verbindet historische Bildung, künstlerischen Ausdruck und Empowerment. So erhalten Jugendliche einen persönlichen Zugang zu jüdischer Geschichte, Erinnerungskultur und Antisemitismusprävention. Gefördert im Rahmen des TACHELES 2026 | Das Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen setzt das Projekt auf kreative und dialogische Methoden, die emotional berühren und zum eigenen Nachdenken anregen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Erinnerung heute gestaltet werden kann – und welche Verantwortung daraus für die Gegenwart entsteht. Interaktive Workshops: Geschichte kreativ denken Der Projekttag gliedert sich in drei interaktive Workshop-Module à 90 Minuten. In einem Workshop gegen Antisemitismus setzen sich die Schüler*innen mit historischen Hintergründen, lokalen jüdischen Biografien sowie den Wirkmechanismen von Vorurteilen auseinander. Der anschließende Graphic-Novel-Workshop vermittelt Grundlagen des Comic-Storytellings, der Figurenentwicklung und der visuellen Narration. In der künstlerischen Umsetzungsphase entwickeln die Jugendlichen unter professioneller Begleitung eigene Kurz-Comics zu Themen wie Erinnerung, Haltung und gesellschaftliche Verantwortung. Mit ECHOES IN INK 2026 möchten wir Jugendlichen nicht nur Wissen vermitteln, sondern ihnen Raum geben, Geschichte kreativ zu verarbeiten und eigene Positionen zu entwickeln. Sichtbarkeit, Auszeichnung und inklusive Zugänge Ausgewählte Arbeiten der Schüler*innen werden in einer digitalen Graphic-Novel-Kollektion (E-Book) sowie in einer Ausstellung in der Full Moon Gallery Dresden präsentiert. Im Rahmen der Ausstellung findet eine feierliche Preisverleihung statt, bei der eine Jury aus Vertreter*innen jüdischer Gemeinden sowie Kunst- und Bildungsexpert*innen herausragende Beiträge würdigt. Ergänzend werden die Ergebnisse über digitale Kanäle, darunter Social Media und Projektplattformen, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein zentrales Anliegen des Projekts ist Barrierefreiheit und Inklusion: Niedrigschwellige Zugänge, inklusive Methoden und digitale Barrierefreiheit stellen sicher, dass alle Jugendlichen teilnehmen können, unabhängig von individuellen Voraussetzungen oder Vorkenntnissen. Schulen können sich ab sofort für einen Projekttag in ihrer Einrichtung hier anmelden! Anmeldung

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Unser 4. Newsletter ist da!

Unser 4. Newsletter ist da! Mit dem vierten Newsletter blicken wir auf den Abschluss von „Echoes in Ink – Die Kunst des Erinnerns“ zurück. In den vergangenen Monaten haben junge Menschen jüdische Geschichte und Erinnerungskultur in einer vielschichtigen Graphic Novel Kollektion künstlerisch verarbeitet. Mit der Veröffentlichung des E-Books werden diese Arbeiten nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich – ein Schritt, der beim erfolgreichen Launch-Event bereits sichtbar wurde und nun den Raum für weiteren Dialog, Reflexion und Austausch öffnet.

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Ein Abend zwischen Erinnerung und Verantwortung

Launch Event Echoes in Ink am 14.12.2025 Am Abend des 14. Dezember 2025, dem Beginn des jüdischen Festes Chanukka, wurde die KulturCentrale Dresden im Rahmen des Launch-Events von „ECHOES IN INK – Die Kunst des Erinnerns“ zu einem Raum des Zuhörens, Austauschs und gemeinsamen Nachdenkens. Im Mittelpunkt stand die künstlerische Auseinandersetzung junger Menschen mit jüdischer Geschichte, Erinnerungskultur und gesellschaftlicher Verantwortung. Das Launch-Event markierte nicht nur die öffentliche Präsentation der im Projekt entstandenen Graphic Novels, sondern auch einen bewussten Moment des Innehaltens – in einer Zeit, in der Erinnerungskultur neu gedacht und aktiv gestaltet werden muss. Vorgestellt wurden Arbeiten, die in intensiven Workshops, Recherchen und unter künstlerischer Begleitung entstanden sind und zeigen, wie zeitgemäße Erinnerungskultur aussehen kann: persönlich, vielstimmig und visuell zugänglich. Warum Erinnerung wichtig bleibt An diesem Tag wurde deutlich, warum Projekte wie ECHOES IN INK gerade jetzt von besonderer Bedeutung sind. Erinnerungskultur bleibt nur dann lebendig, wenn unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden und Gehör finden. Besonders die Stimmen junger Menschen eröffnen neue Zugänge zu historischen Themen: Sie verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und bringen persönliche Reflexionen in den öffentlichen Diskurs ein. In einer Zeit, in der Antisemitismus wieder zunimmt, historische Narrative zunehmend in Vergessenheit geraten und diskriminierende Ideologien neu erstarken, wird klar, wie unverzichtbar es ist, Geschichte nicht nur zu bewahren, sondern aktiv weiterzutragen. Zugleich verändert sich Erinnerungskultur grundlegend, da immer weniger Überlebende selbst von ihren Erfahrungen berichten können. Sie wird damit zur Aufgabe derjenigen, die zuhören, erinnern und neue Formen des Erzählens entwickeln. Die im Projekt entstandenen Graphic Novels zeigen eindrücklich, dass Erinnerung kein abstraktes Konzept bleibt, sondern durch individuelle Erfahrungen, kreative Ausdrucksformen und ethische Auseinandersetzung lebendig wird. So entsteht ein vielstimmiges Bild von Verantwortung, Menschenwürde und gesellschaftlichem Engagement – und ein eindringlicher Appell, sich der Vergangenheit bewusst zu sein, die Gegenwart kritisch zu reflektieren und Verantwortung für eine inklusive, demokratische Zukunft zu übernehmen. Aktuelle Ereignisse machen dabei schmerzhaft deutlich, dass Antisemitismus kein vergangenes Kapitel ist, sondern eine akute gesellschaftliche Realität. Das Projekt im Überblick: ECHOES IN INK – Die Kunst des Erinnerns ECHOES IN INK ist ein interdisziplinäres Kunst- und Bildungsprojekt, das jungen Menschen einen kreativen Zugang zur jüdischen Geschichte und zur Auseinandersetzung mit der NS-Verfolgung eröffnet. Das Projekt lädt junge Menschen dazu ein, selbst zu Forschenden, Erzählenden und Gestaltenden zu werden.  Im Zentrum stehen Recherchen zu jüdischen Lebensgeschichten und Erinnerungskultur  – vor, während und nach der Shoah. In Gedenkrundgängen, Kreativ-Workshops und thematischen Working Sessions entwickelten die Teilnehmenden daraus eigene Comic-Narrative. Ziel war es nicht nur, historische Fakten abzubilden, sondern Fragen von Verantwortung, Kontinuitäten von Diskriminierung und eigener Haltung sichtbar zu machen. Die Graphic Novels im Fokus Höhepunkt des Abends war die Präsentation der entstandenen Graphic Novels. Teilnehmende präsentieren ihre Arbeiten und gaben Einblicke in ihre Recherchen, Erzählungen und künstlerischen Prozesse.Auch Nazanin Zandi, die Leiterin der Graphic Novel Workshops, präsentierte ihren Fortschritt in ihrer persönlichen Graphic Novel, in der sie sich mit ihrer eigenen Familiengeschichte auseinandersetzt. Die vorgestellten Werke konnten in Stil und Perspektive nicht unterschiedlicher sein, zeigten jedoch alle eine intensive Auseinandersetzung mit jüdischen Biografien, historischen Brüchen und der Wichtigkeit von Erinnerungskultur. Die Graphic Novels erzählten von Angst, Verlust, Widerstand und Erinnerung – und machten zugleich deutlich, wie kraftvoll das Medium Graphic Novel sein kann, wenn es um komplexe historische Themen geht. Neben den Präsentationen der Jugendlichen bot die Veranstaltung Raum für Diskussionen mit Künstler*innen, Historiker*innen und Pädagog*innen. Besucher*innen hatten zudem die Möglichkeit, direkt mit den jungen Künstler*innen ins Gespräch zu kommen, die Werke aus nächster Nähe zu erleben und sich über deren Entstehung und Bedeutung auszutauschen. Das Event verdeutlichte, wie kreative Projekte junge Menschen befähigen, komplexe historische Themen zu reflektieren, unterschiedliche Perspektiven auf die Vergangenheit einzunehmen und Verantwortung in der Gegenwart zu übernehmen. Ein Abend, der nachwirkt Das Launch-Event von ECHOES IN INK war mehr als eine Präsentation künstlerischer Ergebnisse. Es war ein Abend, der zeigte, wie wichtig Räume sind, in denen junge Stimmen gehört werden und Erinnerung aktiv gestaltet wird. Vor dem Hintergrund zunehmender antisemitischer Gewalt wurde spürbar: Erinnerung ist keine Übung in der Vergangenheit, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe hier und jetzt. ECHOES IN INK zeigt, wie dies mit Kunst, Haltung und der Überzeugung, dass Erinnern Verantwortung bedeutet, umgesetzt werden kann. Entdecke das E-Book

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Graphic Novel Sammlung „Die Kunst des Erinnerns“

ECHOES IN INK: Die Kunst des Erinnerns 14. Dezember 2025 18:00 – 20:00 Uhr Full Moon Gallery Am 14. Dezember 2025 laden wir herzlich zur Präsentation der im Projekt ECHOES IN INK entstandenen Graphic Novels ein. In der Full Moon Gallery werden die kreativen Arbeiten junger Menschen gezeigt, die sich gemeinsam mit Künstler*innen, Historiker*innen und Pädagog*innen auf eine besondere Spurensuche begeben haben: Wie lässt sich Erinnerung sichtbar machen? Wie können Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart in Bildern erzählt werden?Das Launch-Event eröffnet nicht nur die Ausstellung der besten Graphic Novels, sondern auch die Veröffentlichung des E-Books, das die Vielfalt der Ergebnisse dokumentiert. Neben einer Keynote zur „Kunst des Erinnerns“, erwarten euch Beiträge der Jugendlichen selbst, die ihre Arbeiten vorstellen und von ihren Erfahrungen berichten.Gemeinsam mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinden, mit Künstler*innen und Expert*innen wollen wir ins Gespräch kommen – über die Kraft der Bilder, das Erzählen von Geschichte(n) und die Bedeutung lebendiger Erinnerungskultur. PROGRAMM: 18:00 Uhr – Begrüßung & EinführungEröffnung des Abends durch die ProjektleitungVorstellung des Projekts ECHOES IN INK 18:15 Uhr – Keynote von Doreen Siegmund „Die Kunst des Erinnerns“Impulse zur Bedeutung von Erinnerungskultur in Kunst und Gesellschaft 18:30 Uhr – Vortrag von Francesca Mele “Decolonise our cities, question our history” (in Englischer Sprache)Öffentliche Räume haben eine Geschichte und Bedeutung. Wie halten unsere Städte Diskriminierung in Denkmälern, Straßen und Plätzen aufrecht? Wir ermutigen Gemeinden, Geschichten neu zu schreiben und inklusive Städte zu gestalten. 19:00 Uhr – Präsentation der Graphic NovelsJugendliche stellen ihre Werke vor und berichten von ihren Erfahrungen im Projekt 19:30 Uhr – Gesprächsrunde & AustauschMit Künstler*innen, Historiker*innen, Mitgliedern der jüdischen Gemeinden und dem Publikum: Wie können Bilder Geschichte lebendig halten? 19:50 Uhr – Ausblick & E-Book LaunchVorstellung des digitalen Sammelbands mit den entstandenen Arbeiten 20:00 Uhr – Ausklang & Gelegenheit zum AustauschIndividuelle Gespräche bei freiem Rundgang durch die Ausstellung Wir freuen uns darauf, diesen besonderen Abend mit Ihnen zu teilen und laden Sie herzlich ein, Teil der Premiere von ECHOES IN INK zu werden. Ein Projekt gefördert durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und die Stiftung EVZ. @evzfoundation

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Open Call – Graphic Novels

Guten Tag und herzliche Grüße vom Jugend- & Kulturprojekt e.V.!   Im Rahmen unseres Projekts „Echoes in Ink – Die Kunst des Erinnerns“ möchten wir Sie herzlich einladen, die folgende Ausschreibung an interessierte Jugendliche & junge Erwachsene weiterzuleiten. Bis zum 30. Oktober 2025 haben junge Menschen ab 12 Jahren die Möglichkeit, eigene Graphic Novels einzureichen, die sich kreativ mit Erinnerungskultur und aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen.   Eine Auswahl der eingereichten Werke wird in einer Ausstellung der Full Moon Gallery Dresden (Dezmber 2025) präsentiert, in einer Print- & Online-Publikation veröffentlicht, sowie bundesweit im Bildungskontext eingesetzt. Details und Kriterien für die Einreichung der Graphic Novels Die Graphic Novels sollten im Format A4 hochkant eingereicht werden. Erstellt werden können die Graphic Novels entweder digital oder klassisch gezeichnet auf Papier und anschließend eingescannt. Die Einreichung sollte als PDF- oder JPEG-Datei via E-Mail an doreen.siegmund@jkpev.de oder anna.melchior@jkpev.de erfolgen. Die Länge der Beiträge sollte mindestens eine Seite und höchstens fünf Seiten betragen. Einsendeschluss ist der 30. Oktober!   Mögliche Themen für die Graphic Novel   Die Kunst des Erinnerns – Gegen das Vergessen und die Geschichtsumdeutung In den Arbeiten kann erkundet werden, wie Erinnerungen bewahrt, überliefert oder auch verfälscht werden. Es besteht die Möglichkeit, historische Ereignisse kreativ zu reflektieren, Vergangenes sichtbar zu machen und dabei eine eigene Perspektive einzubringen. Das Thema lädt dazu ein, über die Verantwortung gegenüber Geschichte, die Bedeutung des Erinnerns für die Gegenwart und die Rolle der Erinnerungskultur in der heutigen Gesellschaft nachzudenken.   Jüdische Kultur und Geschichte Dresdens/ Sachsens – Damals und Heute Dieses Thema bietet Raum, die Vielfalt jüdischen Lebens in Dresden/Sachsen zu erkunden: Vom Alltag vor 1933 über die NS-Zeit bis hin zu den heutigen Formen jüdischer Kultur. Es können biografische Recherchen, historische Ereignisse oder aktuelle Bezüge kreativ aufbereitet und künstlerisch in der Graphic Novel umgesetzt werden. Dabei ist Platz für persönliche Interpretationen, Reflexionen und Kontinuitäten und Brüche, aber auch für das Aufzeigen von Perspektiven und Geschichten, die im öffentlichen Bewusstsein unterrepräsentiert sind.   Freie Themenwahl innerhalb des Projekts Neben diesen Schwerpunkten sind auch eigene kreative Zugänge möglich: Es können Familiengeschichten, künstlerische Interpretationen von Erinnerungen oder aktuelle gesellschaftliche Fragen einbezogen werden. „Echoes in Ink“ bietet den Rahmen, um eine eigene Geschichte sichtbar zu machen und historische Themen auf eine persönliche, künstlerische Weise zu bearbeiten.   Fächerübergreifendes Arbeiten Die Graphic Novels können fächerübergreifend entstehen und kreative Bezüge zwischen verschiedenen Schulfächern herstellen, zum Beispiel Deutsch, Ethik, Geschichte oder Kunst. Lehrkräfte haben darüber hinaus die Möglichkeit, die Einreichungen im Rahmen des Unterrichts als besondere Leistung zu würdigen und so das Engagement der Schüler*innen anzuerkennen.    Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diese Ausschreibung an kreative Schüler*innen, Jugendliche und junge Erwachsene weiterleiten. Ihre Unterstützung trägt dazu bei, junge Menschen für Geschichte, Erinnerungskultur und kreatives Arbeiten zu begeistern und ihnen die Chance zu geben, ihre Ideen einer breiten Öffentlichkeit sichtbar zu machen.   Für Fragen oder weitere Informationen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und freuen uns auf viele inspirierende Beiträge!

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Fünf Gedenkrundgänge, fünf Kreativ-Workshops und die Frage: Was heißt Erinnern?

Fünf Gedenkrundgänge, fünf Kreativ-Workshops und die Frage: Was heißt Erinnern? Die thematischen Gedenkrundgänge mit der Stadtführerin Katharina Michael boten den Teilnehmenden umfassende Einblicke in die jüdische Geschichte Dresdens. Beginnend bei den Grundlagen jüdischen Lebens und zentralen Orten religiöser Praxis, führten die Rundgänge durch die NS-Verfolgung, die Zerstörung und den Wiederaufbau Dresdens sowie die heutige Erinnerungskultur. Dabei erhielten die Teilnehmenden nicht nur historische Kenntnisse, sondern setzten sich auch mit persönlichen Schicksalen, aktuellen Gedenkorten und Fragen nach der zukünftigen Gestaltung von Erinnerung auseinander. Die Rundgänge verbanden historische Information mit kreativen und reflektierenden Zugängen und ermöglichten so ein vielschichtiges Verständnis der jüdischen Geschichte Dresdens. In den anschließenden Grafik-Workshops mit der Künstlerin Nazanin Zandi haben die Teilnehmenden die Grundlagen der Erstellung einer Graphic Novel kennengelernt. Unter professioneller Anleitung erprobten sie schrittweise alle wesentlichen Elemente – von der Figurenentwicklung über Bildkomposition und Perspektivenarbeit, die den Erzähler*innen-Perspektivwechsel fördert, bis hin zur Atmosphäre von Orten und deren emotionaler Darstellung. Schließlich setzten sie dramaturgische Techniken ein, um ihre Graphic Novels narrativ zu strukturieren und ihre persönliche „Stimme der Erinnerung“ zu entwickeln. So entstanden individuelle erste Ideen für visuelle Erzählungen, die historische Inhalte kreativ und vielstimmig erfahrbar machen. Die Stärke von Echoes in Ink liegt in dieser besonderen Verknüpfung: Geschichte wird nicht nur vermittelt, sondern in einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart gestellt und in eine persönliche, künstlerische Ausdrucksform übersetzt. Dabei zeigte sich die Vielfalt individueller Zugänge, unabhängig davon, ob die Teilnehmenden geschichtliche Vorkenntnisse oder zeichnerische Erfahrung mitbrachten. Im Prozess entstand eine Fülle von Ideen. Alle zusammen machen sie sichtbar, was auch Katharina Michael in ihren Führungen betont hat: Eine lebendige Auseinandersetzung bringt neue Geschichten hervor – wenn man bereit ist, hinzusehen und sie zu erzählen. Im Anschluss folgen fünf Graphic-Novel-Workshops, in denen die Teilnehmenden eigene Geschichten gestalten. Dabei können erste Konzepte entstehen oder bereits vorhandene Ideen weiterentwickelt werden. Die Graphic Novels werden diesen Herbst in der Full Moon Gallery präsentiert, werden als Print- & Online-Publikation veröffentlicht und können bundesweit im Bildungskontext eingesetzt werden. Die Anmeldung ist hier möglich: https://forms.gle/nnEdxU4oDjeoNAdK9 Ein Projekt gefördert durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und die Stiftung EVZ.

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Graphic Novels Working Sessions

Graphic Novels Working Sessions mit Olga Yocheva & Doreen Siegmund & weitere Begleitet durch Künstler*innen, Historiker*innen und Pädagog*innen gestalteten die Teilnehmenden ihre eigene Graphic Novel. Die entstandenen Werke werden ausgestellt, veröffentlicht und bundesweit im Bildungskontext eingesetzt.   “Jüdisches Leben vor 1933 – Vielfalt und Alltagsrealitäten” Donnerstag | 04.09.2025 | 18:00 – 19:30 Uhr | KulturCentrale Die erste Working Session gab Einblicke in die vielfältigen Lebenswelten jüdischer BürgerInnen in Dresden vor 1933. Im Zentrum standen individuelle Biografien, gesellschaftliche Rollen und kulturelle Beiträge. Auf dieser Grundlage entstanden Ideen für Graphic Novels: mögliche Figuren wurden skizziert, Perspektiven diskutiert und Erzählansätze gesammelt.   “Verfolgung und Ausgrenzung – Lokale Dimensionen” Donnerstag | 11.09.2025 | 18:00 – 19:30 Uhr | KulturCentrale Anhand lokaler Beispiele wie dem „Judenhaus“ oder der Gestapo-Zentrale in Dresden wurde die konkrete Umsetzung antisemitischer Maßnahmen thematisiert. In der Arbeitsphase wurden historische Orte und Situationen in erste Szenen übersetzt, erzählerische Haltungen reflektiert und Täter-Opfer-Beziehungen gestalterisch umgesetzt.   “Erinnerungsorte und Formen der Erinnerung” Donnerstag | 18.09.2025 | 18:00 – 19:30 Uhr | KulturCentrale Diese Working Session beleuchtete heutige Formen des Gedenkens, etwa Stolpersteine oder den Gedenkraum im Landgericht. Die Auseinandersetzung mit Symbolik und Wirkung floss direkt in die künstlerische Arbeit ein. Bestehende Szenen wurden überarbeitet, Erinnerungsorte in die Storylines eingebunden und in Gruppen Feedback eingeholt.   “Kreative Transformation – Wie erzählt man Geschichte als Graphic Novel?” Donnerstag | 25.09.2025 | 18:00 – 19:30 Uhr | KulturCentrale Im Fokus stand die gestalterische Umsetzung: Grundlagen der Comic-Erzählweise wie Panelstruktur, Bild-Text-Verhältnis und Figurengestaltung wurden vermittelt. Anschließend erarbeiteten die Teilnehmenden visuelle Skizzen wichtiger Szenen, erprobten verschiedene Stilmittel und erhielten Rückmeldung zu ihren grafischen Entwürfen.   “Parallelen zur Gegenwart – Reflexion und Positionierung” Donnerstag | 02.10.2025 | 18:00 – 19:30 Uhr | KulturCentrale Der thematische Schwerpunkt lag auf aktuellen Formen von Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung. Diese Reflexion wurde in die künstlerische Arbeit integriert – etwa durch persönliche Statements oder die Entwicklung einer Schlussszene. Ziel war die inhaltliche und gestalterische Finalisierung der Graphic Novels.

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